3D-Stadtmodell

Ein 3D-Stadtmodell beschreibt und georeferenziert die vollständig dreidimensionale Ausformung der Erdoberfläche einschließlich aller Aufbauten in digitaler Form (Definition aus: 3D-Stadtmodelle. Eine Orientierungshilfe für Städte in NRW. Städtetag NRW 2004).

Die Stadt Bad Oeynhausen, Vermessung und Geoinformation, hat sich für die Vorhaltung eines interoperablen 3D-Stadtmodells entschieden. In der Einführungsphase wird das Projekt in Kooperation mit der FH Bielefeld, FB Architektur und Bauingenieurwesen durchgeführt.

Die Funktionen des Modells sollen primär den Belangen einer kommunalen Verwaltung genügen. Fortführung und Aktualisierung erfolgen auf der Grundlage amtlicher Geobasisdaten DGM, DOP, DGK, ALK und dem 3D-Gebäudemodell NRW. Im Vordergrund steht die Bereitstellung aktueller konformer Daten für Applikationen und weniger dieweitere, darauf aufbauende fotorealistische Visualisierung. Bad Oeynhausen wird als ein Architekturmuseum des 19. Jhs. bezeichnet, daher ist die automatische Ableitung von Pixelbildern wie bei Großstädten eingesetzten Verfahren hier nicht anwendbar.

Im realen physischen Architekturmodellbau kennt man Massenmodelle und Präsentationsmodelle mit üblichen Maßstäben, deren Gestaltung zurückhaltend ist. Zu starke Detaillierungen und die Überladung mit maßstabsgebenden Objekten sind zu vermeiden. Die Vorgehensweise ist auch auf virtuelle Bauwerksmodelle zu übertragen. Hier unterscheidet man ein fünfstufiges Detaillierungsmodell (Lod0 - LoD4). Angefangen vom texturierten Digitalen Geländemodell bis zum Innenraummodell. Wobei im LoD2 die Dachausbildung und im LoD3 zusätzlich die vertikale Struktur vorzusehen ist.

Das digitale 3D-Stadtmodell der Stadt Bad Oeynhausen wird im Blattschnitt der Deutschen Grundkarte (DGK5) 1:5000 geführt. Derzeit sind sechs Blätter mit einer Gesamtfläche von 6 km x 4 km verfügbar. Blattschnittübergreifende Bereiche sind aus dem Modell heraus zu erzeugen.

Bad Oeynhausen 3DLoD1 und LoD2 Bauwerksstrukturen